• Kanutour auf der Havel (2019)
  • Kanutour auf der fränkischen Saale (2018)
  • Kanutour auf der Unstrut (2017)
  • Kanutour auf der Hase (2016)
  • Kanutour auf der Bode (2015)
  • Kanutour auf der Tollense-Peene (2014)
  • Kanutour auf der Naab (2013)
  • Kanutour auf der Warnow (2012)
  • Kanutour auf der Böhme-Aller (2011)
  • Kanutour auf der Donau (2010)
  • Kanutour auf der Spree (2009)
  • Kanutour auf der Saale (2008)
  • Kanutour auf der Regen (2007)
  • Kanutour auf der Eder (2006)
  • Kanutour auf der Lahn (2005)
  • Kanutour auf der Werra (2004)
  • Kanutour auf der Fulda (2003)
  • Kanutour auf der Ems (2002)
  • Kanutour auf der Hase (2001)
  • Kanutour auf der Tollense und Peene

    In diesem Jahr geht es nachdem wir im Jahr 2009 auf der Spree waren wieder in den Nordosten der Landes.

    Wir werden auf der Tollense und der Peene fahren und am letzten Tag dürfen wir entlang des Ufers auch auf dem Kummerower See paddeln.

    In diesem Jahr geht es am Sonntag den 06.Juli los. Dort werden wir dann mit dem Bus aufbrechen und nach mehrstündiger Fahrt auf unserem ersten Campingplatz an der Burg Klempenow ankommen.

    An den fünf Paddeltagen werden wir ca. 75 km zurücklegen und sicherlich einiges erleben.







    Kanutour 2014 auf einer größeren Karte anzeigen

    Sonntag, 06.07.2014

    Wir schreiben Sonntag den 06.07.2014, 08:30 Uhr als sich 50 wagemutige Jugendliche und Erwachsene an der Marienschule in Marienfeld treffen, um den Reisesegen von Pater Gottfried für die diesjährige Kanutour in Empfang zu nehmen. Um 08:30 Uhr schließlich sind alle Habseligkeiten für die nächsten 7 Tage verstaut und der Bus startet in Richtung Mecklenburg-Vorpommern zum ersten Zeltquartier im Schatten der Burg Klempenow.

    Thomas, André, André und Wolfgang, die Vorhut, warten dort schon sehnsüchtig auf uns. Wie erhofft, haben sie unsere Zelte aufgebaut, es geht also direkt zum Schwimmen in die glasklare Tollense! Später wird gegrillt und weiter das Revier erkundet.

    Bis in die frühen Morgenstunden wird geschrien, gekreischt, Zelte flachgelegt, wieder aufgebaut, Heringe geklaut etc..

    Montag, 07.07.2014

    Früh morgens werden die ersten von Friedhelms frisch gekochtem Kaffee geweckt. Andere versuchen, ihr Zelt durch den mit Kabelbindern verriegelten Eingang zu verlassen um das Frühstück einzunehmen. Später holt uns ein Bus ab und bringt uns zur Einstiegstelle in Altentreptow. Hier weist uns der Kanu-Verleiher in die Geschichte der Tollense ein.

    Die Tollense ist einer der letzten naturbelassenen Flüsse Deutschlands. Hier lebten in der Eiszeit Renntiere und unsere Vorfahren… Am Ende gibt es noch ein paar Tipps zum richtigen Kanufahren. In seiner eiszeitlichen Ursprungsführung schlängelt sich die erste Etappe durch das Tollense-Tal. Ausgehungert am Zeltplatz angekommen wird wieder ausgiebig gebadet, da es keine Duschen gibt. Am Abend bereitet die Küchencrew den alljährlichen Hubertustopf mit reichlich Knoblauch zu. Heute Nacht ist sehr ruhig im Lager.

    Dienstag, 08.07.2014

    Die Sonne scheint unerbittlich. Heute ist es nur eine kurze Etappe von Klempenow zum Broocker Hof in Brook. Da es, wie bereits erwähnt, eine kurze Etappe ist, wird schließlich mehr Schwimmsport als Kanusport betrieben. Getreu  dem Motto des Kanuverleihers "erst die Kanus, dann die Menschen" sorgen wir dafür, dass die Kanus ordentlich mit Wasser von innen ausgespült werden.

    Die Zubereitung des Abendessens verläuft nicht ganz planmäßig, da uns ein stürmisches Gewitter heimsucht. Erst fliegen Äste von den nahegelegenen Bäumen durch die Luft, kurz darauf verabschiedet sich der gerade aufgebaute Pavillon mit Zwischenlandung auf dem 30 Meter entfernten Aufenthaltszelt.

    Damit dieses nicht auch wegfliegt, springen einige Betreuer in das Zelt, um es zu halten. Von ihrem Standpunkt aus müssen sie zusehen, wie sich die anderen Zelte schützend auf dem Boden legen und die innenbefindlichen Gepäckstücke freilegen. Es wird versucht die wichtigsten Sachen zu retten. Gleichzeitig macht sich ein kleiner Trupp Jugendlicher auf den Weg zur Küchencrew, um diese zu fragen, wann es denn Essen geben würde.

    Passend zum Spielbeginn Deutschland gegen Brasilien ist das Lager wieder hergerichtet und es kann losgehen. Nach einem grandiosen 7:1 Sieg gehen schließlich alle geschafft ins Bett.

    Mittwoch, 09.07.2014

    Die heutige Tour wird mit einem Kenter-Verbot begonnen, da wir heute die längste Etappe vor uns haben. Das hindert uns aber nicht, für die nötige Abkühlung von oben in Form von Spritzwasser zu sorgen.

    Kaum sind wir wieder in der Zivilisation angekommen, beschließen die Ersten, die Stadt Demmin unsicher zu machen, um ihr Süßigkeitendefizit wieder auszugleichen.

    Zur gleichen Zeit fängt die Küchencrew an, das Abendmahl in Form von Kartoffelpüüüüü mit Heißwurst und Erbsen und Möhren zuzubereiten. Als Dessert wird Wassermelone gereicht.

    Die beiden Geburtstagskinder Felix und Mika bekommen jeweils einen Gugelhupf und ein kleines Geschenk. Später am Abend beschließen André und Aylin das Tour-Tagebuch zu schreiben.

    Donnerstag, 10.07.2014

    Der Morgen beginnt mit einem ausgiebigen Frühstück und dem Auslosen der Kanubesatzung der einzelnen Kanus, damit sich jeder einmal kennen lernen kann.

    Nachdem alles im LKW verstaut ist, geht es Peene-aufwärts in Richtung Demmin, wo unser Quartier für den heutigen Abend sein soll. Auf dem Weg dort hin wird wieder ein Kenter-Verbot ausgesprochen, doch auch heute werden die Kanus wieder ordentlich mit Wasser von den Spritzattacken gefüllt. Der Wind ist heute auf unserer Seite, er weht von hinten und sorgt dafür, dass die Fahrt Fluss-aufwärts nicht so schwer fällt.

    In einer Rekordzeit bringen wir die 15 Km hinter uns. Am Zeltplatz angekommen warten auch wieder Thomas, Wolfgang und André auf uns. Der Zeltplatz liegt direkt an der Peene, was dazu führt, dass noch bis in die späten Abendstunden geschwommen und geplanscht wird.

    Friedhelm macht Bekanntschaft mit einem netten Fährmann und chartert seine Fähre, um frisch gezapftes Bier von der Gaststätte auf der anderen Uferseite zu holen. Dies kommt bei den anderen Erwachsenen super an und wird mit einer Laola-Welle bei seiner Ankunft belohnt.

    Zum Abendbrot gibt es Gegrilltes und Knoblauch mit Bratkartoffeln.

    Freitag, 11.07.2014

    Der Tag beginnt eine Stunde eher als die anderen Tage, da Hermann etwas eher loskommen möchte, um den günstigen Wind für die Überquerung des Kummerower Sees zu nutzen. Die ersten Kilometer können auch problemlos absolviert werden.

    Doch der Wind nimmt zu und die Wellen werden höher. Schließlich werden die Wellen so hoch, dass die ersten Boote volllaufen. Ein Boot kentert sogar dreimal in den Wellen. Vier weitere Boote können das Ziel aus eigener Kraft nicht mehr erreichen, da sie in einer Bucht festsitzen. Ihnen wird schließlich mit Hilfe eines Motorbootes der Segelschule geholfen, sodass sie aus der Bucht herauskommen und die letzten Meter aus eigener Kraft paddeln können.

    Gegen 14:15 Uhr sind dann auch die Letzten am Ziel der diesjährigen Kanutour angekommen. Die letzte Übernachtung findet auf dem Gelände des Kolpings-Familienferienzentrum Salem statt. Heute Abend gibt es die traditionelle Nudelpfanne.

    Einige Mutige wollten eigentlich draußen schlafen, haben sich aber dann doch ins Warme verkrochen.

    Samstag, 12.07.2014

    … das musste doch nicht sein!

    Am Freitag sah es noch so aus, als ob wir die Zelte trocken einpacken könnten, aber es gab bereits in der Nacht den ersten Regen und auch am Morgen mussten wir Regenlücken für das Gruppenfoto suchen. Und auch der Kuchen für das Geburtstagskind musste wegen des starken Windes mit erloschenen Kerzen übergeben werden.

    Als dann endlich alles zusammen gepackt war, wartete auch der Bus schon für die Heimreise.

    Wolfgang fuhr schon um 10:00, weil André noch einen Zug erwischen musste, die anderen verließen das Lager gegen 11:00.

    Gegen 18:00 waren alle wieder wohlbehalten in Marienfeld angekommen.

     

    Alle waren sich einig: wieder mal ein Erlebnis - vielen Dank an das Orga -Team, vor Allem aber an Hermann, der wie immer die meiste Arbeit damit hatte.

    Die Tour endete dann am Sonntag mit dem nochmaligen Aufbau der Zelte, damit diese wieder trocknen konnten.