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    Abfahren der Naab

    Vor jeder Kanutour gibt es auch schon jede Menge Arbeit. Die Tour muss festgelegt und geplant werden. Da macht Hermann das meiste.

    Aber bevor es richtig los geht, macht sich eine Gruppe der Erwachsenen auf den Weg, um sich die örtlichen Gegebenheiten anzuschauen.

    Dazu gehört hauptsächlich das Begutachten der Zelt / Camping-Plätze mit den sanitären Anlagen usw.

    Nicht zuletzt müssen wir mit Platzeignern festlegen, wo wir uns mit über 50 Personen breit machen dürfen.

    Tour-Vorbereitungen - 19. und 20.07.2013:

    Am Freitag-Nachmittag wurde alles erforderliche Equipment auf dem LKW sowie dem 2. Begleitfahrzeug verstaut.

    Dabei sollte sich dann herausstellen, das unser Organisator Hermann  Heitmann mal wieder ganze Arbeit geleistet hatte.

    Samstag Morgen um 8:15 machte sich der Voraustrupp, bestehend aus Thomas Austermann und André Hackfort mit dem Oldtimer-LKW auf den Weg nach Schwandorf, um das Camp für die Kanuten herzurichten und die letzten Besorgungen vor Ort zu tätigen.

     

    Tag 1 - 21.07.2013:

     

    Bevor sich die Meute morgens um 8 Uhr per Bus und der 2. Begleit-PKW mit Anhänger mit Wolfgang Kühle und 4 weiteren Kanuten auf den Weg nach Schwandorf machten, gab es von Pater Gottfried noch den traditionellen Reisesegen für eine gute und sichere Fahrt.

    Gegen 16:30 trafen alle schließlich in Schwandorf ein, wo die Zelte schon aufgebaut auf ihren Bezug warteten. Nach Festlegung der Zeltbelegung dauerte nicht lange und die ersten Mutigen testeten die Wassertemperatur der Naab.
    Bei 30 Grad im Schatten eine willkommene Abkühlung nach der langen Busfahrt.

    Andere machten sich in kleinen Grüppchen auf den Weg, um die Schwandorfer Innenstadt unsicher zu machen oder sich ein Eis zu gönnen.

    Abends wurde traditionell gegrillt und die Gruppe mit dem "Tomatensalat auf Zwiebeln und Knoblauch" eingestimmt.
    Ein Hoch auf unseren Grillmeister Clemens Thüte.

    Der Abend klang mit Doppelkopf, Whizard und dem Kampf gegen stechende Mücken aus.

     

    Tag 2 - 22.07.2013:

     

    Nachdem wir ausgiebig mit Kaiserbrötchen gefrühstückt hatten ging es mit dem Zug zur Einstiegsstelle nach Nabburg.

    Von hier aus machten sich 15 Boote um ca. 11:30 - begleitet von strahlendem Sonnenschein auf den Weg zurück nach Schwandorf, ca. 20 Fluss-km.

    Schon vorher wurden Wetten abgeschlossen, wann das erste Kentermanöver der diesjährigen Kanutour starten würde und einige hatten mit dem Tipp nach 500m auch Recht.
    Es wurde ausgiebig geplanscht und es kam kein Kanute trocken in Schwandorf an. Selbst versuchte Bestechungen mit Haribos, um dem Kentern zu entgehen, wurden nicht akzeptiert.
    Immer wenn man alles zusammen gesammelt hatte und gerade wieder auf Fahrt kam, wartete der nächste Trupp und kippte das Kanu wieder um.

    Manche Kanus versenkten sich auch selbst bei dem Versuch, andere nass zu spritzen.
    Die letzte Herausforderung war die Rutsche an Wehr von Schwandorf kurz vor unserem Zeltplatz. Wer diese trocken geschafft hat wurde dann aber von den im Wasser wartenden Kanuten ins Wasser gekippt.

    Zum Abendbrot sollte es traditionell den Hubertus-Topf geben. Der Küchendienst half mit bei der Vorbereitung, dabei machten einige Jungen machten zum ersten Mal im Leben Erfahrungen mit Schälmesser, Zwiebeln und Knoblauch.

    Bei gutem Wetter haben wir abends noch lange draußen gesessen.

    Tag 3 - 23.07.2013:

     

    Heute mussten nach einem guten Frühstück alle Zelte abgebaut und der LKW beladen werden, denn heute hieß es Standortwechsel.

    Für einige, die zum ersten Mal dabei waren, war es eine Herausforderung aber alle schafften es. Am heutigen Tag 3 sollte es dann Richtung Teublitz gehen.
    Es lagen 24 Flusskilometer und 5 Wehre vor uns. Das Wetter war gut. "Passendes Wetter zum Spritzen und Kentern!" freuten wir uns, doch es wurde zunächst "Kenterverbot" ausgesprochen.

    Wir sollten erst einige Kilometer paddeln, denn sonst, so befürchtete Hermann,  würden wir wahrscheinlich erst im Dunkeln am Zeltplatz ankommen.
    Nach dem 2. Wehr durften dann aber die ersten Schlachten geschlagen werden, bei der Hitze von 30 Grad taten die Erfrischungen gut.

    Der Fluss schlängelte sich durch eine schöne Landschaft. Man fuhr an Felswänden vorbei und an den Ufern standen Bäume, die bis ins Wasser ragten.
    Es waren 2 Fischaufstiege zu überwinden und gegen starken Wind anzukämpfen, der von einem aufziehenden Gewitter hervorgerufen wurde.

    Ein Fischaufstieg hatte es auch so in sich, dass lediglich 3 oder 4 Boote ohne zu Kentern unten ankamen und auch der ein oder andere Hut oder Schuh vermisst wurde.
    Nach unserer Ankunft am Kanuclub Städtedreieck Burglengenfeld mussten die Zelte allerdings noch aufgebaut werden. Dabei wurden die jüngeren Kanuten von den "alten Hasen" tatkräftig unterstützt.

    Zum Abendbrot gab es leckere Bratkartoffeln mit Gurken, Spiegelei und Brat-Rollmopps, der fälschlicherweise von einigen für Frikadellen gehalten wurde, was zu überraschten Gesichtern beim Probieren führte.
    Dazu gab es Bohnensalat, natürlich mit Zwiebeln und Knoblauch.

    Die Anstrengungen des Tages machten sich bei jedem bemerkbar und so waren alle früh in den Zelten verschwunden.

     

     

    Tag 4 - 24.07.2013:

     

    Der Mittwoch startete sonnig mit leichter Schwüle.

    Nachdem alles im LKW verstaut war machten wir uns auf dem Weg nach Pielenhofen. Diese Etappe, die längste der ganzen Tour, hatte es in sich.

    An den Wehren suchte unsere Vorhut nach Möglichkeiten, diese über Fischtreppen zu umgehen.
    Dabei sind wir auf eine heftige Wildwasserstrecke geraten, die kaum einer trocken und ohne blaue Flecke überstanden hat; und dann überraschte uns kurz vor dem Ziel auch noch ein starkes Gewitter.
    Es regnete so stark, dass selbst die Bäume am Ufer keinen Schutz boten.
    Eine Hälfe der Kanuten fand Unterschlupf im Clubheim des SV Pielenhofen, die anderen brachten sich anderweitig in Sicherheit.
    Viele zitterten vor Nässe und Kälte und auch Blitz und Donner machten einigen Angst.
    Als dann das Gewitter weiter zog, waren die Kanus halb voll Wasser geregnet. Auskippen ging nicht, also musste geschöpft werden. Tropfnass bis auf die Haut vom kalten Regen mussten wir uns jetzt warm paddeln.

    Doch auch das Catering-Team Thomas und Wolfgang wurde von dem Gewitter eiskalt erwischt - als dieses nach dem Einkaufen der Lebensmittel und Getränke nach einem kurzen Bad in der Naab wieder zum Zeltplatz zurück kamen, mussten sie mit Entsetzen feststellen, dass die beiden bereits aufgebauten Zelte durch den Sturm auf Wanderschaft gegangen waren.
    Hektisch wurden die Zelte bei stömendem Regen notdürftig festgezurrt und die anderen Gerätschaften in Sicherheit gebracht. Und so waren auch die Beiden nass bis auf die Unterhosen.

    Dann trafen auch schon die ersten Kanus am Platz ein.
    Da es noch immer regnete wurden die Zelte heute in Teamarbeit im Akkord aufgebaut, um nachts eine trockene Bleibe mit trockenen Klamotten zu haben.

    Beim Abendessen sollte sich später zeigen, was die Kids geleistet haben. Die eingeplanten 72 Portionen Kartoffelpüree mit Leberkäse und frischer Bratwurst reichten nicht und es mussten noch die restlichen Nudeln vom Montag gebraten werden.
    Auch diese waren nach kürzester Zeit vergriffen - aber es wurden alle satt.

     

    Tag 5 - 25.07.2013:

     

    Heute stand die letzte und kürzeste Etappe auf dem Plan.

    Nach nur 14 Kilometern sollte Regensburg als Endstation erreicht werden.
    Das Wetter lud mal wieder zum Kentern und Baden ein, und so blieb kaum Zeit, die herrlichen Seerosenfelder mit den blauen Libellen zu beobachten.
    So kamen viele Kanus schon zur ersten Pause völlig durchnässt an, was bei dem Wetter kein Problem war.

    Heute ist Alt-Kanute Johannes zu uns gestoßen, der noch unverbraucht und kampfbereit einige Bootsmannschaften baden schickte.
    Bei einer Rast an einem Badeplatz stand ein Cityroller am Steg, der einige auf verrückte Ideen brachte, bis Schützenkönig Werner ihn versenkte.

    Jetzt wurden aus den Paddlern plötzlich Taucher.
    Aber auch nach mehreren Tauchgängen wurde der Roller nicht gefunden - wie vom Flussboden verschluckt.
    Da holte einer seine Taucherbrille aus  seiner Tonne und der Roller tauchte wieder auf. Die ganze Gruppe applaudierte.

    Zügig ging es weiter bis zur letzten diesjährigen Pause. Dort versammelten wir uns alle und fuhren geschlossen weiter, da wir nun die Donau überqueren und 3 km bis zum Campingplatz auf ihr paddeln mussten.
    Eine gute Stunde später erreichten wir den Campingplatz, wo uns auch unser Kanuverleiher erwartete, um seine Boote wieder in Empfang zu nehmen.

    Derweil kämpften Thomas und Wolfgang mit den Tücken der Organisation.
    Als diese nämlich am Platz ankamen war die Überrraschung groß, denn niemand wusste dort, dass gleich 50 Kanuten eine Herberge brauchten.
    Informationen wurden wahrscheinlich im Verein nicht weiter gegeben und der Platzwart hatte nicht mit uns gerechnet.
    Doch schließlich wurde für jedes Zelt ein Platz gefunden und wir konnten auspacken.
    Danach dauerte es nicht lange und die ersten schwammen in der Donau, um sich abzukühlen.

    Diese Verzögerung brachte auch unser Catering Team in Zeitnot, aber sie haben es doch noch rechtzeitig geschafft, alles zu besorgen - wie immer.

    Abends wurde wieder gegrillt und so ging der vorletzte Tag langsam zu Ende.

     

    Tag 6 - 26.07.2013, Regensburg:

     

    Heute mal ein Tag ohne Paddeln, denn die Boote sind ja bereits abgegeben.

    Viele Kanuten schliefen länger und das war auch gut so, denn durch das Durcheinander am Vortag war die Brötchenbestellung "in die Hose" gegangen - für unser erfahrenes Cateringteam war das aber kein Problem - und so hat kaum einer etwas von dem Misshappening gemerkt, denn jeder bekam, was er erwartet hatte -> frische Brötchen.

    ... nur Ausschlafen konnten die beiden nicht.

    Nach dem Frühstück stand zunächst Kultur auf dem Programm:  Walhalla. Nach einem Fußmarsch von 2,5 km kamen wir zur Bushaltestelle.

    Bei 30 Grad mussten alle mächtig schwitzen und keiner konnte den anderen nass spritzen. Die Busfahrt im klimatisierten Bus kühlte uns ein wenig ab. Dann mussten wir den Berg erklimmen - und das bei gefühlten 500 Stufen. Nassgeschwitzt und mit hängender Zunge kamen wir oben an und wurden mit einem weiten Blick über die Donau belohnt.
    Auch das Gebäude war beeindruckend und in der Halle war es angenehm kühl. So schauten wir uns die Marmorbüsten und Säulen an.
    Da bekam Alfred einen Anruf und er erzählte dem Anrufer, wo er sich gerade befand, worauf der Anrufer fragte:  „Wer ist dort? Hermann und du?“ Die Antwort, dass alle mitgekommen sind, wollte der Anrufer nicht glauben und so machten wir Beweisfotos.

    Nach der Besichtigung fuhren wir mit dem Bus zurück nach Regensburg, wo dann jeder Zeit hatte, die Stadt zu erkunden.

    Der Rest des Nachmittags stand zur freien Verfügung.
    Die Kids stürmten die nahegelegenen Dönerbuden und Supermärkte, um sich für die Rückfahrt mit genügend Proviant einzudecken. Abends kühlten wir uns in der Donau ab, um dann mit der Zubereitung der legendären Nudelpfanne zu beginnen.
    Dafür wurde auch traditionell der meiste Knoblauch verwendet, 3 komplette Knollen.

    Da wir dieses Jahr gutes Wetter hatten, wurde eine alte Tradition wiederbelebt.
    Auf früheren Kanutouren war es üblich, dass einige Hartgesottene die letzte Nacht unter freiem Himmel übernachten - wenn das Wetter mitspielte.

    Und so schliefen dann auch dieses Jahr viele außerhalb ihrer Zelte.

    Tag 7 - 27.07.2013, Regensburg:

    Nachdem sich unser Betreuungsteam mit einem Sprung ins erfrischende Nass von der Donau verabschiedet hatten, gab es Frühstück.
    Der allmorgendliche Frühaufsteher-Kaffeekoch-Wettbewerb wurde heute aber mal mittels Technik überlistet - auch die beiden Extrem-Frühaufsteher hatten schon frisch gebrühten Kaffee. 
    Als kleine Überraschung hatte Wolfgang zusätzlich frische Brezeln für die Rückfahrt organisiert.
    Frisch gestärkt wurden die Zelte abgebaut und auf dem LKW verstaut.

    Bevor schließlich alle den Bus stürmten, sollten noch die Ehrungen stattfinden.

    In diesem Jahr erst am Abreisetag morgens und nicht wie sonst traditionell am letzten Abend, da durch den freien Nachmittag in der Stadt wurde mit der Zubereitung der Nudelpfanne zu spät begonnen und so musste sogar im Dunklen gespült werden.

    Geehrt wurden dieses Jahr für die 5-malige Teilnahme: Daniel Tiekmann, Marina Toppmöller, Jelde Bisping und Leonhard Krieft.
    Als Geschenk erhielt jeder wieder eine gehäkelte Kolping-Mütze, die auf künftigen Kanutouren mitgeführt werden muss.

    Danach ging es im niegelnagel neuen Bröskamp-Bus leider wieder Richtung Heimat und erreichten Marienfeld gegen 19 Uhr.
    Auch unser Begleit-PKW mit Wolfgang und André war kurz zuvor schon angekommen.
    Nur der LKW brauchte wegen einer Reifenpanne auf der Autobahn in der Nähe von Fulda erheblich länger, weil erst ein Ersatzreifen montiert werden musste, was leider mit erheblichem Aufwand verbunden war.
    So kamen Thomas und Kai erst kurz nach Mitternacht wieder in der Heimat an.
    So kann man am Ende nur sagen: Es war wieder eine klasse Kanutour und wir freuen uns schon auf das nächste Jahr, wenn es wieder heißt: „Alles klar zum Kentern!“

    Tour-Nacharbeiten, 28.07.2013:

    Am Sonntag trafen wir uns um 10:30 zur Nachbereitung: d.h. LKW abladen und alles wieder verstauen und alle Zelte noch einmal zum Trocknen aufbauen.
    Dank des herrlichen Wetters war auch diese Aktion in kurzer Zeit erledigt.

    Nach einem kleinen Imbiss, gesponsert von Fam. Thüte und Resten der Tour war dann gegen 14:00 das Ende der Kanutour 2013.

    Ein besonderer Dank geht an dieser Stelle an Hermann Heitmann und sein Orgateam, der auch diese Tour wieder super organisiert hat.
    Dank seiner guten Vorbereitung duften wir wieder eine schöne, erlebnisreiche und unvergessliche Woche erleben.



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